S E G E L A N W E I S U N G 2 0 10
Gäste sind immer willkommen.
1.
Es gelten grundsätzlich für alle Clubregatten die „Wettfahrtregel-Segeln(gültige
Fassung) der International Sailing
Federation (im folgenden Texten WR genannt) sowie die besonderen
revierbezogenen Bestimmungen und Segelanweisungen des SCS 78. Änderungen zur
WR sind in den Segelanweisungen des SCS enthalten.
2.
Als Grundprinzip wird sportliches Verhalten und die Befolgung der Regeln
verlangt. Das Regelwerk der WR ist für die Teilnahme am Segelsport
verbindlich und es wird erwartet, dass alle Regattateilnehmer es befolgen und
durchsetzen. Ein Grundsatz für sportlichen Verhaltens ist, dass ein
Teilnehmer bei einem Regelverstoß unverzüglich eine Strafe annimmt oder
aufgibt.
3.
Die Anzahl und Termine der Wettfahrten sind in der Jahresübersicht
festgelegt. Die Steuermannsbesprechung findet 30
Minuten vor der angegeben Startzeit oder nach Angabe, statt.
4.
Die Regatten für die Clubmeisterschaft werden überwiegend nach dem
Yardstick-System entsprechend der gültigen Tabelle des DSV durchgeführt,
wobei alle Boote zur gleichen Zeit starten und eine gemeinsame Ziellinie
haben. Die Wettfahrtleitung kann sich jedoch auch für ein anderes
Startsystem, unter Zugrundelegung der Yardstickanwendung, entscheiden. Dieses
wird frühestens bei der Steuermannsbesprechung bekannt gegeben.
5.
Der für die jeweiligen Wettfahrten zu segelnde Kurs wird bei der
Steuermannsbesprechung bekannt gegeben.
6.
Für die Wertung zur Vereinsmeisterschaft müssen mindestens fünf
Schiffe an den Start gehen. Für eine Wertung beim „Conger-Cup“,
„Laser-Glocke“ und „Einhand-Segler-Cup“ müssen mindestens drei
Schiffe am Start sein.
7.
Ob die notwendige Mindestgeschwindigkeit (keine Flautenwertung) eingehalten
wurde und ob es somit zu einer Wertung kommt, entscheidet der jeweilige
Regattaleiter vor dem Zieldurchgang des ersten Schiffes.
8.
Starten einer Wettfahrt:
A.
Startlinie:
Die Startlinie liegt grundsätzlich zwischen dem Startboot oder einer
Begrenzungsboje und der äußeren Begrenzungsboje mit der orangenen Flagge „
Z „ oder nach Angabe.
B.
Ziellinie:
Die Ziellinie liegt grundsätzlich zwischen dem Zielboot mit der gesetzten
orangenen Flagge „ Z „ sowie der äußeren Begrenzungsboje oder zwischen
zwei Begrenzungsbojen oder nach Angabe.
C.
Startverfahren:
In Anlehnung an Regel 26 der WR wird wie folgt gestartet: Alle
Flaggenkommandos werden vom Startboot (Prahm) gegeben. Für die Zeitung ist
das optische Signal maßgebend. Vor Beginn der Wettfahrt ist die „Gelbe
Flagge-Q“ im Top des Startprahms gesetzt. Wird die „Gelbe Flagge-Q“
gestrichen, erfolgt innerhalb der nächsten Minute, das Ankündigungssignal.
|
Ankündigung: |
5 Minuten |
Vereinsflagge
und Schallsignal |
|
Vorbereitung: |
4
Minuten |
Zusätzlich
Flagge „I“ und Schallsignal |
|
Eine
Minute |
1
Minute |
Streichen
Flagge „I“ und Schallsignal |
|
Start: |
0
|
Streichen
Vereinsflagge und Schallsignal |
9.
Die Regatta kann durch die Wettfahrtleitung unter folgenden Bedingungen
beendet werden.
A. 30 Minuten
nach Zieldurchgang des ersten Bootes, wenn dieses Boot innerhalb von 60
Minuten die Ziellinie überfahren hat.
B. 45 Minuten
nach Zieldurchgang des ersten Bootes, wenn dieses Boot zwischen 61 und 90 Min
die Ziellinie überfahren hat.
C. 60 Minuten
nach Zieldurchgang des ersten Bootes, wenn dieses Boot
nach 90 Minuten die Ziellinie erreicht.
D. Situationsbedingt
nach eigenem Ermessen der Regattaleitung
Die Beendigung der Wettfahrt wird durch ein langes Schallsignal und streichen
der orangenen Flagge „Z“ mit gleichzeitigem hissen der gelben Flagge
„Q“ angezeigt.
10.
Die Wertung für die einzelnen Wettfahrten erfolgt getrennt für den
jeweiligen Steuermann/Frau und dem Vorschoter, egal welches Boot in der
Regatta gefahren wird.
11.
Die Wertungen erfolgen
nach dem Low-Point System.
Wertung:
Boote , welche die Regatta entsprechend Punkt 9 beenden müssen, erhalten
einen Punkt mehr, als das letzte gewertete Boot.
Ein Boot, dass nicht gestartet ist, nicht durch das Ziel gegangen ist,
aufgegeben hat oder disqualifiziert wurde, erhält Punkte für den Zielplatz,
der um einen höher ist als die gewerteten Boote.
Tageswertung
Aus den am Regattatag durchgeführten Wettfahrten wird ein Tagesergebnis
erstellt. Dieses Ergebniswird nach Abschluss
der Wettfahrten des jeweiligen Tages bekanntgegeben.
Gesamtwertung
Aus allen gesegelten Wettfahrten der Jahresserie wird an Hand
der Tageswertungen eine Gesamtwertung
erstellt. In der Gesamtwertung wird bei fünf und mehr Tageswertungen, eine
Tageswertung als Streicher in Anrechnung
gebracht.
Punktgleichheit
Wenn zwei oder mehr Teilnehmer die gleiche Punktzahl
haben, zählt das bessere Einzelergebnis bzw. auch mehrere
bessere Einzelergebnisse.
12.
Innerhalb der Wettfahrten für die Vereinsmeisterschaft werden gesondert
gewertet:
Conger-Klasse: Conger-Cup,
Laser-Klasse: Laser-Glocke,
Einhand-Segler:
Einhand-Segler-Cup.
Es gelten ebenfalls die Pkt.10 +
11.
13.
Ausbaumer:
Ausbaumer beliebiger Länge und aus beliebigen Material sind freigestellt. Das
Ausbaumen darf jedoch nur entgegengesetzt zum Großbaum erfolgen.
Teleskop-Ausbaumer sowie Topnant sind nicht erlaubt.
14.
Gem. der Regel 61.3 WR wird die Protestfrist auf 30 Minuten nach Zieldurchgang
des letzten Bootes der entspr. Wettfahrt festgelegt.
15.
Gem. der Regel 61.1 WR ist zusätzlich der Regattaleiter bei der ersten
zumutbaren Gelegenheit über den Protest zu informieren.
16.
Die Zusammensetzung des Schiedsgerichtes erfolgt grundsätzlich durch den
Schiedsrichter-Obmann Rolf Hausotto. Die Schiedsrichter sollten möglichst
Unbeteiligte sein.
17.
Protestverhandlungen
erfolgen spätestens 7 Tage nach Eintritt eines Protestfalles.
Sarstedt, 2009-012-16
Der Wettsegelausschuss des SCS
gez. Rolf Hausotto
gez. Torsten Trümper
gez. Ragnar Fechler